"Völlig daneben": Lehrergewerkschaft attackiert Karmasin

von CLOE

"Völlig daneben": Lehrergewerkschaft attackiert Karmasin

WIEN. Mit heftiger Kritik sieht sich Familienministerin Sophie Karmasin (VP) konfrontiert. Sie hatte zuletzt, wie berichtet, den auch parteiinternen Rufen nach einer akademischen Ausbildung für Kindergartenpädagogen eine Absage erteilt, dies sei nur für Führungspositionen vorstellbar, so Karmasin.

"Völlig daneben": Lehrergewerkschaft attackiert Karmasin  "Ich halte ihre Meinung für schlimm und politisch völlig daneben", sagt der Chef der Pflichtschullehrer-Gewerkschaft Paul Kimberger nun im OÖNachrichten-Gespräch. Gerade in der Elementarpädagogik sei ein "deutlicher Schwerpunkt" notwendig.

Ruf nach Bildungszielen

Dass die Regierung bei ihrer Klausur am Wochenende eine Reform der Schnittstelle Kindergarten/Volksschule angekündigt hat, begrüßt Kimberger zwar: "Hier einen weicheren Übergang zu schaffen und einen Austausch zwischen Kindergärten und Schulen zu gewährleisten, halte ich für richtig." Er schlägt die Fixierung von Bildungszielen – etwa ausreichende Deutschkenntnisse – vor, die vor Schuleintritt erreicht werden müssen. Was Kimberger im Regierungsplan aber "fehlt, ist eben die akademische Ausbildung" von Kindergartenpädagogen.

Mängel sieht der Lehrergewerkschafter nach wie vor auch bei der neuen Lehrerausbildung: "Dass die eigene Ausbildung für Sonderpädagogen abgeschafft wird, ist ein Wahnsinn", sagt er.

Am Freitag will die Lehrergewerkschaft auf weitere Probleme der Lehrerschaft aufmerksam machen: Kimberger präsentiert eine Studie, für die 6000 Lehrer zu Belastungsfaktoren in den Schulen befragt wurden. (jabü)

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