„Protheus – die letzte Hoffnung der Menschheit“

von CLOE

Entstehung:
Im Schuljahr 2011/12 begann die 1c der Volksschule Dietmayrgasse 3, 1200 mit dem Projekt „Mehrsprachige Alphabetisierung“. Dieses Projekt sah vor, Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache in Deutsch und parallel dazu in ihrer Muttersprache zu alphabetisieren. Das Projekt wurde vom Sprachförderzentrum begleitet und unterstützt. Für die Umsetzung des Projekts wurden 2 Muttersprachenlehrerinnen (Türkisch und BKS) im Ausmaß von jeweils 5 Wochenstunden zur Verfügung gestellt. Neben der primären Aufgabe – dem Schriftspracherwerb und dem Erstleseunterricht – fanden auch je eine mehrsprachige Mathematikeinheit und eine Sachunterrichtseinheit Eingang in den Stundenplan.
Das Projekt war bis Ende der 2. Klasse vorgesehen und wurde von LehrerInnen, Schülern und Eltern mit großem Engagement und Begeisterung durchgeführt.


Aus der guten Zusammenarbeit des Lehrerteams entstand die Idee, auch nach Projektende in der 3. Klasse ein kurzes Projekt, das die Thematik der Mehrsprachigkeit ins Zentrum stellt, durchzuführen. Die Wahl fiel auf die Produktion eines Trickfilms.


Durchführung:
Bei der Initiative „Interkulturalität und Mehrsprachigkeit – eine Chance“ des Bundesministeriums für Bildung und Frauen wurde um Förderung angesucht und eine Fördersumme in der Höhe von 700€ bewilligt.
Die Wahl des Filmgenres fiel auf Science Fiction, da mit dieser Thematik die Schülerinnen und Schüler rasch begeistert werden konnten und eine Einbindung der Mehrsprachigkeit im Film durchführbar schien. Gemeinsam mit den Kindern entstand ein grobes Storyboard, das in Laufe des Projekts immer weiter wachsen sollte. Rollen und Handlungsstrang wurden mit Unterstützung der LehrerInnen erarbeitet, eine Liste an benötigten Figuren und Kulissen entstand.
Im Unterricht für Bildnerisches Gestalten wurden Figuren aus Knetmasse geformt, gebacken und bemalt, Kulissen gemalt und gestaltet. Die Dialoge wurden verfeinert, ausgebaut und geübt.


Im Trickfilmstudio des Kindermuseums ZOOM wurden 4 Termine vereinbart. Mit viel Einsatz und Mühe konnte der Drehplan eingehalten werden. Szene für Szene wurde von den Kindern animiert, überprüft, ausgebessert, verworfen oder neu entworfen. (Techniken: greensreen, stop-motion, digitale Fotografie)
Bei der Vertonung der Szenen stellten sich die Kinder mutig der Herausforderung ihre Texte ins Mikrophon zu sprechen, dabei teilweise fließend zwischen den verschiedenen Sprachen zu wechseln und auf die Abstimmung zum erstellten Filmmaterial zu achten (Synchronisation!). Dieser Teil stellte sich rückblickend als der am meisten fordernde heraus. Gleichzeitig waren die Schülerinnen und Schüler aber auch von diesem Arbeitsschritt am meisten begeistert.
Endschnitt und Formatierung oblag dem Klassenlehrer in vielen Stunden Heimarbeit.


Vom Schulprojekt ins Kino:
Das Projektprodukt, der Film „Protheus – die letzte Hoffnung der Menschheit, wurde VDn Erika Feldkirchner gezeigt, welche vom Ergebnis so überzeugt schien, dass sie spontan Bezirksschulinspektor RR Walter Gusterer einlud, um den Film zu begutachten. Die Idee, den Film in einem angemieteten Kinosaal einem größeren Publikum zu zeigen, entstand. Zur Finanzierung des Kinosaals nutzte BSI Gusterer sein gutes Arbeitsverhältnis zu Bezirksvorsteher des 20 Wr. Gemeindebezirks Hannes Derfler. Dieser ließ sich das Projekt vorstellen und sagte die Finanzierung der Mietkosten für einen Saal im Millennium Kino zu.


Kurzbeschreibung des Filminhalts:
Im Jahr 2731 steht die Menschheit vor einer humanitären Katastrophe: Überbevölkerung und Raubbau an der Natur lassen die Nahrung knapp werden. Alternative Nahrungsquellen sind keine in Sicht. Der Präsident der Welt beschließt verzweifelt ein Spezialteam – Team Alpha - ins Weltall zu entsenden, um neue Quellen für Nahrung zu erschließen oder Hilfe von fremden Lebensformen zu erbitten. Besonderer Erwartungsdruck liegt dabei auf den beiden Übersetzern des Teams, die bei erfolgreichem Auffinden anderer bewohnter Planeten, eine Kommunikation zwischen Menschen und Außerirdischen ermöglichen sollen. Die Situation scheint wenig aussichtsreich…

Filmvorführung (vorläufige Planung):
Montag, 12. Mai 2014, UCI Kinowelt, Millennium City, Saal 6, 10 Uhr
10 Uhr: Begrüßung durch VDn Erika Feldkirchner und Dipl.-Paed. Ulrich Gladt
10:05 Uhr: Bezirksschulinspektor RR Walter Gusterer
10:15 Uhr: Bezirksvorsteher Hannes Derfler
10:20 Uhr: Amtsführende Präsidentin des SSR f. Wien Dr. Mag. Susanne Brandsteidl
10:30: Film ab
11:15: Ende

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